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Das Böse braucht das Schweigen der Mehrheit.

Geschichte

Der Mensch lernt angeblich nichts aus der Geschichte. Eigentlich heisst das nur, dass sich die Geschichte nicht wiederholt, dass jede Zeit neu ist und neu gelebt werden muss. Ereignisse mögen sich ähnlich sein, aber ihre Bewältigung geschieht immer nur aus der Gegenwart heraus.

Die Marginalie ist die Hauszeitschrift aller Stämpfli-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie erscheint viermal im Jahr.

Der Mensch lernt angeblich nichts aus der Geschichte. Eigentlich heisst das nur, dass sich die Geschichte nicht wiederholt, dass jede Zeit neu ist und neu gelebt werden muss. Ereignisse mögen sich ähnlich sein, aber ihre Bewältigung geschieht immer nur aus der Gegenwart heraus.

Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt. (Mahatma Gandhi)

Unsere Firma hat eine lange Geschichte. Ihre Wurzeln reichen ins 16. Jahrhundert zurück, und unsere Familienfirma ist sie seit 1799. Anlässlich des 200-Jahr-Jubiläums verwendeten wir das Motto „Stämpfli: Gestern. Heute, morgen“. Der Punkt nach dem Gestern schliesst ab, was vergangen ist, das Komma nach Heute weist darauf hin, dass wir heute an unserer Zukunft arbeiten. Die Vergangenheit können wir nicht mehr beeinflussen.

Unsere lange, traditionsreiche Herkunft verschafft uns keine wirtschaftlichen Vorteile. Kein Kunde wird bereit sein, etwa pro Jahrzehnt Geschichte einen höheren Preis zu zahlen. Warum auch? Die heutige Leistung muss stimmen, wir müssen uns den heutigen Herausforderungen stellen. Und nur aus der Art und Weise, wie wir diese bewältigen, gestaltet sich die Zukunft. Dennoch: wir fühlen uns der Vergangenheit verpflichtet. Zum Beispiel dem sozialen Vermächtnis unserer Urgrossmutter Emma Stämpfli-Studer oder dem starken Bekenntnis zur guten Ausbildungsstätte für die Berufslehre unseres Vaters und Onkels Samuel und Jakob Stämpfli.

Zudem, wenn ich gelegentlich höre, wie schwierig heute die Zeiten für unsere Branche, unseren Betrieb seien, so denke ich an die Herkunft: Gottlieb Stämpfli übernahm den Betrieb kurz nach dem Einmarsch Napoleons in Bern: ruhige Zeiten? Die Hungersnöte in der Schweiz zu Beginn des 19. Jahrhunderts, die Neuordnung in Europa und die Staatengründung 1848, der deutsch-französische Krieg gegen das Ende dieses bewegten Zeitabschnittes: optimistische Zeiten? Der erste Weltkrieg, Generalstreik, die Weltwirtschaftskrise müssen für die dritte und vierte Generation ausserordentlich schwere Zeiten gewesen sein. Die Generation unseres Grossvaters und Grossonkels erlebte den ersten und zweiten Weltkrieg und führte die Firma durch diese unsicheren Jahre: erfreuliche Zeiten?

Die Zeiten sind, wie sie sind. Unsere Aufgabe ist es, aus dem Heute das Morgen möglich zu machen. Wir wissen über 360 Mitarbeitende in unserem Unternehmen, die mit allen ihren Fähigkeiten mit uns daran arbeiten, auch morgen noch eine traditionsreiche Firma zu sein. Ihnen allen gebühren unser Dank und unsere Anerkennung.